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"Der Altenberger Dom ist nun zwar im Bau wiederhergestellt ..., aber wie arm, wie dürftig sieht der königliche Dom aus - so hat ihn sein Stifter sicher nicht im Geiste geschaut. Je öfter man den Dom besucht ..., desto lebhafter wird man von dem Gefühl ergriffen, daß der jetzige Zustand des edlen Gotteshauses ... nicht dauern kann und darf!"

So klagte Maria Zanders, Fabrikantenwitwe aus Bergisch Gladbach, in einer Druckschrift, die nicht 1993 - das Jahr, in dem eine umfassende Grundinstandsetzung der Altenberger Kirche begann -, sondern bereits 100 Jahre zuvor gedruckt worden war. Auch damals wies die Kirche zahlreiche Mängel auf, die durch eine Restaurierung beseitigt werden sollten. Dem Bergischen Dom fehlte der Dachreiter, das Dach war bei der Wiederherstellung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu niedrig ausgefallen, was an den Giebeln unschwer zu erkennen war, die Fenster und die Grabmale der bergischen Herzöge bedurften einer Restaurierung, die Statik der Kirche war mangelhaft. Schließlich fehlte die originale Innenausstattung, die nach der Auflösung des Klosters Altenberg in alle Winde verstreut worden war.
Maria Zanders (1839-1904) gelang es bereits 1893, die preußischen Behörden, aber auch zahlreiche Freunde und kulturell Interessierte für eine weitergehende Wiederherstellung und Ausschmückung des Domes zu gewinnen. Mit einer kultusministeriellen Genehmigung ausgestattet, führte sie eine großangelegte Spendenaktion durch und gründete ein Komité- heute würde man sagen: eine Bürgerinitiative -, aus der schließlich 1894 der Altenberger Dom-Verein erwuchs. Mit Hilfe von Spendengeldern, Lotterieerlösen und Mitgliedsbeiträgen wurden in den Jahren seit 1894 die Fenster des Domes restauriert. 1904 wurde das Dach erneuert und mit einem Dachreiter bekrönt, 1909 erhielt das Langhaus ein Strebesystem. Im Laufe der Jahre wurde auch die Innenausstattung ergänzt: Nachbildungen des alten Chorgestühles und des Adlerpultes wurden angefertigt, die beiden heute noch vor dem Lettner stehenden Barockfiguren kehrten in den Dom zurück, der Marienaltar wurde angeschafft, zwei Orgelregister aufgestellt. Schließlich beteiligte sich der Dom-Verein an einer umfassenden Bauaufnahme, die auf 12 großformatigen Plänen den damaligen Zustand der Kirche steingenau in allen Einzelheiten wiedergibt (diese werden heute im Rheinischen Amt für Denkmalpflege aufbewahrt). Der erste Weltkrieg und die anschließende schwierige wirtschaftliche und politische Lage beendeten jedoch jegliche Vereinsarbeit, die Mitgliederzahlen gingen stark zurück: 1925 zählte man noch 96 Mitglieder.
 
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